Von der grossen Stadt in die Prärie

Von der grossen Stadt in die Prärie

Kaum hatte ich die letzten Prüfungen an der Uni hinter mir, ging mein Abenteuer auch schon los. Es begann mit der langen und aufregenden Reise in die wunderschöne Stadt Vancouver. In Vancouver drückte ich für vier Wochen von montags bis freitags die Schulbank in einer der zahlreichen Sprachschulen. Ich wohnte im Norden der Stadt und machte mich täglich mit dem Bus auf den Weg Richtung Downtown. Bereits nach wenigen Tagen fühlte ich mich pudelwohl in der Stadt. Das lag zweifellos an den äußerst netten und zuvorkommenden Menschen.

 

Vancouver mit jeder Menge Ausflugsmöglichkeiten

Da die Schule nur vormittags ein paar Stunden dauerte, hatte man nachmittags viel Zeit, die Stadt zu erkunden. Und zwar entweder auf eigene Faust zusammen mit den neu gewonnenen Freunden oder im Rahmen des riesigen Angebots der Sprachschule. Abgesehen von den zahlreichen Sehenswürdigkeiten in Downtown bietet Vancouver mit dem Stanley Park, dem Lighthouse Park, den vielen Stränden oder dem Grouse Mountain jede Menge Ausflugsmöglichkeiten für Naturfreunde. Mein persönliches Highlight war unser Ausflug mit dem Greyhound zur Sea To Sky Gondola in Squamish. Dort unternahmen wir eine Bergwanderung und überwanden 900 Höhenmeter, die es in sich hatten. Dieser Berg war eine wahre sportliche Herausforderung. Oben angekommen vergaßen wir die ganze Anstrengung sofort, da wir mit einem atemberaubenden Ausblick belohnt wurden. Der Aufstieg zum Gipfel des Grouse Mountain in Vancouver war dagegen ein Kinderspiel…

 

Von der großen Stadt in British Columbia in die unendliche Weite Albertas

Nach vier erlebnisreichen Wochen in der Stadt machte ich mich auf nach Alberta, wo ich acht Wochen auf einer Farm mit 200 Mutterkühen und ihren Kälbern verbrachte. Meine Gastschwestern holten mich am Flughafen in Edmonton ab und nach dreieinhalb Stunden Autofahrt kam ich mitten im Nirgendwo an. Ich war fasziniert von der unendlichen Weite des Landes. Genauso hatte ich es mir vorgestellt…

 

Wir rasten hinter dem Buller her

Neben den Kühen gab es auf der Farm noch 5 Pferde, 7 Hunde und 9 Katzen (ich dachte, ich könnte mir niemals alle Namen merken, beherrschte sie dann aber doch innerhalb kürzeste Zeit). Mein erstes Highlight erlebte ich bereits nach wenigen Tagen, als wir die Bullen am Ende der Decksaison von den Kühen separierten, um sie ’’nach Hause’’ zu treiben. Mit dem Gefühl, in einer Achterbahn zu sitzen, rasten wir mit dem Auto quer über die Weiden dicht hinter den Bullen her. Dieses einmalige Erlebnis werde ich nie vergessen. Auch sonst gab es natürlich viel zu tun auf der Farm. Ich durfte z.B. bei der restlichen Getreideernte helfen und Strohballen pressen oder beschädigte Stacheldrahtzäune reparieren. Im Oktober wurde es relativ schnell winterlich und die Arbeiten in der Landwirtschaft waren zum Glück abgeschlossen, weshalb wir dann auch mehr Zeit für Ausritte hatten.

 

Unterm Strich unvergessliches Erlebnis

Unterm Strich hatte ich ein unvergessliches Erlebnis und war sehr zufrieden mit der Organisation durch Interswop, sodass ich auch jederzeit wieder hier buchen würde!

 

Anne E. (29), Studentin der Agrarwissenschaften aus Bayern

Anne war 2017 für 4 Wochen zum Englischkurs in Vancouver + 8 Wochen auf einer Farm in Alberta

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